Vortrag

(Wie) Normale Frauen und Männer? – Lesbi in Indonesien

Der Vortrag beschäftigt sich mit Lesbi (gleichgeschlechtlich liebende Frauen) in Indonesien und dem Verständnis ihrer Gender-Positionen und ihrer Sexualität. Indonesien ist ethnisch, religiös und kulturell sehr divers. Dennoch kollidiert gleichgeschlechtliches Begehren im indonesischen Kontext mit vorherrschenden, religiös begründeten moralischen Ordnungen. Religiöse und gesellschaftliche Diskurse definieren das ‚natürliche‘ Begehren als heterosexuell, wodurch andere Sexualitäten pathologisiert, stigmatisiert und delegitimiert werden. Außerdem existieren enge Vorstellungen und Ideale von Weiblichkeit und Männlichkeit. Die ideale Frau ist darin feminin, exklusiv heterosexuell, Ehefrau, Mutter und zurückhaltend – ein Ideal, welches zumindest für maskuline Lesbi problematisch ist.

In ihrem Vortrag beschreibt Kristina Schneider, wie Lesbi ihre Gender und Sexualität in diesem Kontext verstehen und bilden. Gleichzeitig veranschaulicht sie, welche Anlehnungen und Bezüge, aber auch Abwandlungen Lesbi vornehmen bzw. welche Strategien sie finden, um mit den nationalstaatlichen Bildern und Idealen umzugehen.

Kristina Schneider , M.A. hat in Göttingen Ethnologie, Soziologie und Geschlechterforschung studiert. Sie arbeitet nun im BMBF-Forschungsnetzwerk Dorisea (Dynamiken von Religion in Südostasien) und entwickelt ihr Dissertationsprojekt zu Lesbi in Indonesien.

Das BMBF-Kompetenznetz Dorisea (Dynamiken von Religion in Südostasien) befasst sich mit dem komplexen Neben- und Miteinander unterschiedlicher Kulturen und Religionen und untersucht besonders das Verhältnis von Religion und Moderne in Südostasien.

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