Vortrag

Geschlecht, Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität im Recht

von Angela Kolbe

Die Bedeutung des Geschlechts ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen, und im Hinblick auf Identitäten und Lebensweisen wurden Diskriminierungen abgebaut. Dennoch werden in der deutschen Rechtsordnung weiterhin Unterschiede zwischen den Geschlechtern und zwischen verschiedenen partnerschaftlichen Lebensweisen gemacht. Das Recht geht von einer rein binären Vorstellung von Geschlecht aus und beruht noch immer auf heteronormativen Vorstellungen.

Untersucht wird, wie sich das deutsche Recht heute zu den Kategorien Geschlecht und Sexualität verhält, welche traditionellen Vorstellungen über diese beiden Kategorien noch bestehen und welche schon aufgegeben wurden, wo das Recht womöglich Vorreiter war und wo es einer gesellschaftlichen Entwicklung noch hinterherhinkt. Dabei wird es insbesondere um den Umgang des Rechts mit Trans- und Intersexualität gehen sowie um Ehe und Eingetragene Lebenspartnerschaft.

Angela Kolbe , Volljuristin aus Frankfurt, promovierte über „Intersexualität, Zweigeschlechtlichkeit und Verfassungsrecht“ und wurde ausgezeichnet mit dem Deutschen Studienpreis.

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