Film

Schwules Kino - Double Feature: Weekend // Dicke Mädchen

Zwei echte schwule Filmhighlights im Doppelpack können wir heute präsentieren, zwei Liebesgeschichten, die bei allen Kontrasten eines gemeinsam haben: Beide Filme wurden zu absoluten Publikumsfavoriten auf diversen Festivals. Und als Extra-Highlight sind Regisseur und Hauptdarsteller von Dicke Mädchen zu Gast im Lumière!

19.30 Uhr: Weekend – Großbritannien 2011, Regie: Andrew Height, 94 min., OmU

D.: Tom Cullen, Chris New, Jonathan Race

Russel und Glen könnten unterschiedlicher kaum sein. Während Russel sich nach der großen Liebe sehnt, kommen für Glen Beziehungen nicht in Frage – eigentlich. Trotzdem treffen sich die beiden nach einer gemeinsamen Nacht schon am Nachmittag wieder. Auf anregende Gespräche folgen Sex und eine weitere Nacht. Doch die Hoffnungen, die große Liebe gefunden zu haben, die bei Russell aufkommen, werden schon bald in Frage gestellt: Glen will schon am nächsten Tag in die USA ziehen, um dort ein Kunststudium zu beginnen – vielleicht für immer. Doch noch liegt die Nacht zum Sonntag vor den beiden Männern, eine Nacht, die in ihrem Leben alles verändern wird.

Intelligent, intensiv und emotional packend – Weekend ist einer der besten schwulen Spielfilme seit Langem. „Russell und Glen sind wie Jungs von nebenan, deren Alltag wir beobachten und die von Dingen reden, die uns alle beschäftigen. Zum Glücksfall wird WEEKEND durch Dialoge, die absolut natürlich wirken, und zwei wahnsinnig sexy Hauptdarsteller, die mehr als nur spielen.“ (Mate-Magazin.de)

21.30 Uhr: Dicke Mädchen – Deutschland 2011, Regie: Axel Ranisch, 76 min. D.: Heiko Pinkowski, Peter Trabner, Ruth Bickelhaupt

Zu lange schon lebt Sven im gleichen Trott. Er kümmert sich liebevoll um seine demente, aber weiterhin sehr lebenslustige Mutter Edeltraut und wohnt immer noch bei ihr in ihrer altmodischen Wohnung. Während Svens Arbeitszeit kommt Pfleger Daniel, passt auf Edeltraut auf und geht mit ihr spazieren. Eines Tages ist die alte Dame verschwunden. Die beiden Männer machen sich auf die Suche nach ihr. Doch was sie finden, ist nicht nur Edeltraut, sondern eine unverhoffte Zuneigung zueinander, die alles gehörig durcheinander bringt.

Dicke Mädchen wurde mit einem sensationellen Kleinstbudget von 517,32 Euro gedreht – und ist dennoch ganz großes Kino. Ein wundervoll schräger und zugleich zärtlicher Film mit skurrilem Humor, zu dem vor allem Edeltraut beiträgt (gespielt von Regisseur Axel Ranischs Großmutter). Wohl noch nie wurde eine schwule Liebesgeschichte so beiläufig erzählt wie diese. Und besonders schön: Beim Filmfest Lünen gab’s einen Sonderpreis für den besten Filmtitel.

Axel Ranisch und Hauptdarsteller Heiko Pinkowski sind zum Gespräch anwesend!

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