Lesung

Jan Stressenreuter liest: „Mit seinen Augen“

Ein schwieriges Kapitel schwuler Geschichte hat sich Jan Stressenreuter in seinem vierten Roman vorgenommen. Er beschreibt erstmals in literarischer Form die spießigen Jahre vor 1968, in denen der §175 noch ein probates Mittel der Gesellschaft war, die ungeliebten “warmen Brüder” unter Kontrolle zu halten. Kurz zum Inhalt: Der schwule Felix hat zu seinen Eltern keinen Kontakt mehr; sein Vater starb, als er gerade mal ein Jahr alt war, und seine Mutter brach den Kontakt zu ihm ab, als er sein Coming Out hatte. Doch nun liegt seine Mutter im Sterben, und Felix macht sich auf die Reise zu ihr und somit auch zu einem Teil seiner Vergangenheit. Denn bis heute kann es sich Felix nicht erklären, warum ihn seine Mutter damals verstieß. Seine Mutter stirbt, noch bevor es zu einer Klärung zwischen ihnen kommen kann, doch auf dem Dachboden seines Elternhauses findet er eine geheimnisvolle Truhe mit Fotos, Briefen und Tagebüchern seines Vaters. Die Dokumente entführen Felix in die Zeit vor seiner Geburt und sie geben ein Geheimnis preis, mit dem Felix nicht gerechnet hat: Sein Vater Herbert hatte eine Liebesbeziehung zu einem anderen Mann.

Ein beklemmendes Portrait der späten 50er Jahre... ein bewegender Roman” schrieb die Berliner Siegessäule im Frühjahr 2008 nach Erscheinen des Romans.

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